Netzwerke

Netzwerktypen

Die Grundlage eines jeden Firmennetzwerks ist die Netzwerkverkabelung, idealerweise als strukturierte Verkabelung ausgeführt. Als Standard ist hier Ethernet am weitesten verbreitet.

Je höher die Qualität und Störfestigkeit der Netzwerkverkabelung ist, desto höhere Übertragungsraten lassen sich erzielen und desto effektiver und schneller lassen sich beispielsweise Dateien vom Server übertragen.

Die qualitativ hochwertigste Variante ist die schnurgebundene Ausführung auf Kupfer- oder Glasfaserkabelbasis. Aktuell werden Netze in Cat.6a/7-Niveau gebaut, die Datenübertragungsraten von bis zu 10 GBit/s erlauben.

Desweiteren kommen bei gebäudetechnischen Besonderheiten noch schnurlose Netzwerke (WLAN), Netzwerke über das Stromnetz (PowerLAN) oder Datenübertragungsverfahren über 2-Draht-Leitungen zum Einsatz.

Kupferverkabelung (strukturierte Verkabelung)

Die strukturierte Verkabelung auf Kupferbasis kommt am häufigsten zum Einsatz und eignet sich ideal, wenn max. Längen von ca. 100 m nicht überschritten werden und das Netzwerk für alle wichtigen Dienste kompatibel sein soll. So lassen sich über ein Netzwerk sowohl Datenübertragungen (Ethernet), als auch Sprachanwendungen (Telefon, Fax, ISDN) realisieren. An der zentralen Verteilung (Patchfelder) lässt sich festlegen, welches Kabel für welchen Dienst genutzt werden soll. Für den IT-Bereich lassen sich dabei Geschwindigkeiten von bis zu 10 GBit/s erzielen. Über eine Kupferverkabelung lassen sich Geräte per Power over Ethernet (PoE) mit Spannung versorgen, dadurch ist der autarke Einsatz von Geräten (z.B. Netzwerkkameras oder Telefonen) an abgesetzten Standorten ohne eigenen Stromanschluss möglich.

Glasfaserverkabelung

Diese Art von Verkabelung kommt zum Einsatz, wenn größere Entfernungen überbrückt werden müssen, unterschiedliche Gebäudeteile verbunden werden sollen oder eine besonders hohe Störfestigkeit (z.B. in der Nähe von Elektroanlagen) erzielt werden soll. Im Inhousebereich wird dabei meist mit Multimode (MM)-Glasfasern gearbeitet, Strecken von bis zu 500 m (bei 1 GBit/s) lassen sich so problemlos überbrücken. Idealerweise werden so Gebäude, Gebäudeteile oder Etagen miteinander verbunden. Derzeit sind im MM-Bereich derzeit Übertragungsraten von bis zu 40 GBit/s möglich. 

WLAN

Die schnurlose Variante wird häufig verwendet, wenn aus baulichen Gründen kein Verlegen von Kabeln möglich ist oder bestimmte Arbeitsplätze nur temporär angebunden werden sollen (z.B. einzelne Notebooks). Durch Verwendung der WPA2-Verschlüsselung wird dabei eine relativ hohe Abhörsicherheit erzielt. Im Zweifelsfall empfiehlt sich die Verwendung von einer zusätzlichen VPN-Software. Bei Nutzung des Standards IEEE 802.11n lassen sich Geschwindigkeiten von bis zu max. 589 MBit/s erzielen, allerdings ist die Datennettorate deutlich geringer und abhängig von der Entfernung und sonstigen Störeinflüssen.

PowerLAN

Dabei erfolgt die Datenübertragung über das Stromnetz (Steckdose), diese wird im professionellen Umfeld selten verwendet. Es lassen sich Datenraten von bis zu 200 MBit/s erzielen.

Router / Switches

Router koppeln verschiedene Netzwerksegmente, so z.B. das interne Netz (LAN) mit dem Internet und können bei entsprechender Ausstattung VPN-Verbindungen aufbauen. Weiterhin verfügen diese Geräte über eine Firewall-Funktion, die vor unberechtigtem Zugriff aus dem Internet schützt.

Switches koppeln als zentrale Netzwerkkomponenten einzelne Workstations oder Netzsegmente miteinander. Sie können über Managementfunktionen verfügen und sind üblicherweise mit Fast-Ethernet- oder Gigabit-Ports ausgestattet.

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