Schutz ist kein Vertrag. Schutz ist eine Strategie.
„Wir haben doch eine Cyberversicherung!“
Diesen Satz höre ich immer wieder.
Und ja: Eine Cyberversicherung kann für Unternehmen absolut sinnvoll sein.
Sie kann im Ernstfall dabei helfen, finanzielle Schäden abzufedern, Spezialisten für IT-Forensik und Krisenkommunikation bereitzustellen oder rechtliche Unterstützung zu organisieren.
Das ist wichtig.
Aber eine Cyberversicherung verhindert keinen einzigen Cyberangriff.
- sie schließt keine Sicherheitslücke
- sie installiert keine Updates
- sie erkennt keine Phishing-Mail
- und sie erstellt auch kein Backup
Deshalb ist eine Cyberversicherung keine Alternative zu einer guten IT-Sicherheitsstrategie – sondern deren logische Ergänzung.
Erst kommen Maßnahmen wie aktuelle Systeme, zuverlässige Backups, Multi-Faktor-Authentifizierung, Endpoint Protection, Firewall, Mitarbeiterschulungen und regelmäßige Sicherheitsprüfungen.
Darauf kann eine Cyberversicherung aufbauen.
Übrigens: Viele Versicherer verlangen genau diese technischen und organisatorischen Maßnahmen inzwischen als Voraussetzung für den Versicherungsschutz. Wer sie nicht erfüllt, riskiert im Schadensfall (nicht nur) unangenehme Diskussionen.
Eine gute IT-Sicherheit reduziert das Risiko eines Angriffs.
Eine Cyberversicherung reduziert das finanzielle Risiko, wenn trotz aller Schutzmaßnahmen etwas passiert.
Erst beides zusammen ergibt ein wirklich belastbares Sicherheitskonzept.